Verstehen, was bei der Anwendung von Kathetern zur ISK normal ist
Wenn Sie Antworten auf solche Fragen suchen, sind Sie hier genau richtig. Unten finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen, die wir von neuen Katheteranwender:innen hören.
F: "Ich habe meinen Katheter eingeführt, aber es kommt nichts heraus. Was soll ich tun?"
A: Wenn Sie Ihren Katheter zur ISK eingeführt haben und kein Urin austritt, kann das verschiedene Gründe haben:
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Stellen Sie sicher, dass Sie den Katheter weit genug eingeführt haben, um die Blase zu erreichen. Mindestens eines der Katheteraugen am Katheterende sollte sich in der Blase befinden. Schieben Sie den Katheter langsam und gleichmäßig ein Stück weiter hinein (je ca. 2–3 Zentimeter), bis Urin austritt.
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Möglicherweise verwenden Sie die falsche Katheterlänge. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt, um sicherzustellen, dass Sie die richtige Kathetergröße für Ihren Körper verwenden, damit Sie die Blase vollständig entleeren können. Hier finden Sie Informationen dazu, welche Kathetergröße für Sie geeignet sein könnte. Männliche Anwender sollten einen erhöhten Widerstand spüren, wenn der Katheter die Prostata und den Schließmuskel passiert.
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In seltenen Fällen können die Katheteraugen verstopft sein. Entfernen Sie den Katheter und prüfen Sie, ob etwas den Urinfluss durch den Katheter behindert. Verwenden Sie anschließend einen neuen Katheter und beginnen Sie den Vorgang erneut, um Infektionen vorzubeugen.
F: "Ich habe nach dem Katheterisieren Blutungen bemerkt. Ist das normal?
A: Anwender:innen bemerken gelegentlich Blut im Urin, wenn sie einen Katheter verwenden. Sprechen Sie mit Ihrer medizinischen Fachkraft, um zu klären, ob dies bei Ihrer Erkrankung und in Ihrer aktuellen Anwendungsphase zu erwarten ist. Stärkere Blutungen können auftreten, wenn die Harnröhre einreißt oder ein Durchbruch entsteht. Um dieses Risiko zu minimieren, verwenden Sie immer ausreichend Gleitmittel oder einen vorbeschichteten hydrophilen Katheter, um die Reibung und mögliche Begleiterscheinungen des Katheterisierens zu reduzieren.
Q: Die Anwendung eines Katheters ist unangenehm. Ist das normal?
A: Für viele Menschen kann sich das Katheterisieren anfangs unangenehm anfühlen. Das bedeutet nicht, dass Sie etwas falsch machen. Wenn Sie mit dem Selbstkatheterisieren beginnen, gibt es zunächst eine Eingewöhnungsphase. Wie lange es dauert, bis die Harnröhre weniger empfindlich reagiert („Desensibilisierung“), ist individuell unterschiedlich und kann von wenigen Tagen über mehrere Wochen oder länger variieren. Gerade zu Beginn können ein Brennen oder Stechen auftreten, während sich die Harnröhre an die Reibung und Bewegung des Katheters gewöhnt. Wichtig ist außerdem, dass Sie die mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt besprochene Katheterisierungs-Routine einhalten.
Es ist wichtig, mit Ihrer medizinischen Fachkraft über eine Selbstkatheterisierungs-Routine zu sprechen, die am besten zu Ihren Bedürfnissen und Ihrer Vorgehensweise beim Katheterisieren passt. Dazu gehört auch zu wissen, wie oft Sie sich durchschnittlich pro Tag katheterisieren müssen und welche Produkte für Sie geeignet sind.
Ignorieren Sie keine Symptome und sprechen Sie immer mit Ihrer medizinischen Fachkraft, wenn Komplikationen auftreten, Sie eine Infektion vermuten oder Beschwerden anhalten.
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