Eine Selbstkatheterisierungs-Routine entwickeln
Grundlagen der Katheterisierungs-Routine
Es gibt mehrere Gründe, warum Sie Katheter zur intermittierenden Selbstkatheterisierung verwenden müssen. Grundsätzlich wurde Ihnen das Selbstkatheterisieren verordnet, weil etwas die Funktion Ihrer Blase oder des Detrusormuskels (der Blasenwand) beeinflusst und Ihr Körper etwas Unterstützung benötigt, um Urin abfließen zu lassen.
Je nach Erkrankung müssen Sie sich möglicherweise nur einmal täglich oder mehrmals täglich katheterisieren. Im Durchschnitt entleert eine Person, die Katheter zur ISK verwendet, die Blase etwa 4 bis 6 Mal am Tag.1,2 Sprechen Sie unbedingt mit Ihrer Pflegefachkraft. Sie hilft Ihnen dabei, festzulegen, wie oft Sie sich pro Tag katheterisieren sollten – basierend auf Ihrer spezifischen Erkrankung, Ihrer durchschnittlichen Flüssigkeitsaufnahme sowie weiteren Gesundheits- und Lebensstilfaktoren. Wenn alle Faktoren berücksichtigt wurden, kann medizinische Fachkraft eine Selbstkatheterisierungs-Routine zusammenstellen, die am besten zu Ihren Bedürfnissen passt. Eine Gewohnheit dafür zu entwickeln, wann Sie sich katheterisieren, kann mehrere Vorteile haben.
Eine regelmäßige Selbstkatheterisierungs-Routine kann:
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Das Risiko verringern, dass Urin aus der Blase austritt. Die Blase ist ein hohler Muskel, der sich beim Füllen dehnen und beim Entleeren zusammenziehen soll. Wie andere Muskeln kann die Blase schwächer werden und nicht mehr richtig funktionieren, wenn sie überdehnt wird - dadurch kann Urin austreten. Ohne festen Katheterisierungs-Zeitplan besteht das Risiko, dass Sie die Blase überfüllen oder überdehnen. Mit der Zeit kann dies zu Leckagen oder Harninkontinenz führen.
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Das Risiko einer Harnwegsinfektion (HWI) verringern. Eine HWI ist eine Infektion in einem Teil Ihres Harnsystems – dazu gehören Harnröhre, Harnblase, Harnleiter und Nieren. Das Harnsystem dient dazu, Abfallstoffe aus dem Körper zu entfernen. Wenn Urin über längere Zeit in der Blase verbleibt, können sich Bakterien dort ansiedeln. Schwerere Infektionen können entstehen, wenn eine Infektion der unteren Harnwege in die Nieren aufsteigt. Erfahren Sie hier mehr darüber, wie Sie HWI vorbeugen können.
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Ihnen helfen, die Kontrolle zurückzugewinnen. Lassen Sie nicht zu, dass Katheter zur ISK Sie definieren. Gemeinsam mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt festzulegen, wie oft und zu welchen Zeiten Sie sich katheterisieren sollten, kann Ihnen helfen, sich wieder auf Ihren Alltag zu konzentrieren.
Ein Verzicht auf das Selbstkatheterisieren oder das Abweichen von der verordneten Routine kann das Risiko für Komplikationen im Harntrakt erhöhen. Erfahren Sie hier mehr.
Kleine Tipps, um im Zeitplan zu bleiben:
Sobald Sie Ihre Routine gemeinsam mit Ihrer Pflegefachkraft festgelegt haben, können Sie Erinnerungen in Ihrem E‑Mail‑Kalender, auf dem Smartphone und/oder auf einer Smartwatch einstellen. Diese Erinnerungen können als Zeitraum oder zu einer exakten Uhrzeit gesetzt werden. Versuchen Sie in jedem Fall, die Schlummerfunktion zu vermeiden. Die Alarme können helfen sicherzustellen, dass Sie Ihren Katheterisierungs-Zeitpunkt nicht verpassen.
Gerade zu Beginn, wenn Sie Ihre Routine üben, kann es hilfreich sein, zu notieren, wie viel Sie trinken. Wenn Sie mehr Flüssigkeit zu sich nehmen als sonst, müssen Sie möglicherweise anpassen, wie oft Sie sich katheterisieren.
Planen Sie voraus, wenn Sie wissen, dass Ihr Tag anders ablaufen wird. Wenn Sie verreisen oder sich Ihre täglichen Aktivitäten ändern, packen Sie unbedingt zusätzliche Hilfsmittel ein. Außerdem kann es hilfreich sein, im Vorfeld nach Toiletten oder einem privaten Ort zum Selbstkatheterisieren zu suchen.
Jede Routine braucht Übung. Geben Sie nicht auf. Mit jedem Tag entwickeln Sie zunehmend die Gewohnheit, ungefähr zur gleichen Zeit zu katheterisieren. Ähnlich wie das Zähneputzen kann Ihre Katheterisierungs-Routine zu einem ganz natürlichen Teil Ihres Alltags werden.
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Quellen: 1. Davis JE, Silverman MA. Urologic procedures.In: Roberts JR, Custalow CB, Thomsen TW, eds. Roberts and Hedges' Clinical Procedures in Emergency Medicine and Acute Care. 7th ed. Philadelphia, PA: Elsevier; 2019:chap 55. 2. Tailly T, Denstedt JD. Fundamentals of urinary tract drainage. In: Wein AJ, Kavoussi LR, Partin AW, Peters CA, eds. Campbell-Walsh Urology. 11th ed. Philadelphia, PA: Elsevier; 2016:chap 6.
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